Eine Ära geht zu Ende
Eine Ära geht zu Ende: Feierlicher Abschied für Norbert Steven nach 16 Jahren Kommunalpolitik
WEINE. Wenn in einem Dorf der Satz fällt „Frag doch mal Norbert, der kümmert sich schon darum“, dann ist das mehr als nur eine Empfehlung – es ist das Zeugnis tiefen Vertrauens. Nach 16 Jahren an vorderster Front der Kommunalpolitik, davon elf Jahre als Ortsvorsteher, wurde Norbert Steven nun in einem würdigen Rahmen von seinen Weggefährten verabschiedet.
Der Vorstand der CDU-Ortsunion, der Vorstand des Dorfgemeinschaftsvereins (DGV) und sein Nachfolger im Amt des Ortsvorstehers Philipp Weinkopf hatten zu einem besonderen Abschlussabend geladen, um die „Ära Norbert“ Revue passieren zu lassen.

Bildunterschrift: Der ehemalige Ortsvorsteher Norbert Steven (Mitte) bei der feierlichen Übergabe einer Ehrenplakette durch seinen Nachfolger Philipp Weinkopf (links) und Stefan Happe (1. Vorsitzender CDU-Ortsunion). (KI-Info)
Ein Rückblick auf Meilensteine und Herzblut
In einer emotionalen Rede würdigte sein Nachfolger die Leistungen der vergangenen anderthalb Jahrzehnte. Dabei wurde deutlich: Kommunalpolitik ist weit mehr als das bloße Sitzen in Gremien. Es sind unzählige Telefonate, Emails, WhattsApp-Nachrichten, Ortstermine bei Wind und Wetter und die stetige Suche nach dem besten Kompromiss für die Gemeinschaft.
Zwei Projekte stechen aus Norbert Stevens Amtszeit besonders hervor:
- Der neue Dorfkern: Aus einer kühnen Idee wurde das „Wohnzimmer“ des Ortes – ein Dorfplatz, der heute als zentraler Ort der Begegnung dient.
- Die Brückensanierung 2016: In einer Zeit, in der das Dorf physisch geteilt war, bewies Norbert Fingerspitzengefühl als Vermittler und Erklärer, bis das Brückenfest am 16. Juni 2016 die Erleichterung besiegelte.
Das Erbe der 1000-Jahr-Feier
Ein unvergesslicher Höhepunkt war das Jubiläumsjahr 2015. Doch Norbert Stevens strategisches Geschick zeigte sich vor allem darin, was danach blieb. Bereits Ende 2014 trieb er die Gründung des Dorfgemeinschaftsvereins voran, um die Energie des Jubiläums nachhaltig im Dorf zu verankern. Heute ist der DGV ein festes Fundament des dörflichen Miteinanders.
Dankbarkeit und neue Freiheit
Zum Abschied überreichten die Vertreter der Vereine und der Politik ein Präsent als Symbol für 16 Jahre Herzblut. Besonders hervorgehoben wurde die kollegiale Einarbeitung seines Nachfolgers, dem Norbert Steven nicht nur den Schlüssel übergab, sondern mit Rat und Tat den Rücken stärkte.
„Du hast das Wohl unseres Dorfes immer über persönliche Befindlichkeiten gestellt.“
Für die Zukunft wünschten die Gratulanten vor allem eines: Abende ohne Telefonate, bequeme Stühle abseits des Ratssaals und viel Zeit für Familie und Freunde. Ganz gehen lassen möchte man ihn jedoch nicht – sein Erfahrungsschatz bleibt für das Dorf ein wertvolles Gut.